„Nicht von dieser Welt“

Volksbank.klassisch im LWL-Industriemuseum - Rhein-Ruhr Philharmonie spielt Mahler und Strauss

Hattingen, 25.02.2015

Neue Welten entdeckt die Rhein-Ruhr Philharmonie mit ihrem Frühjahrskonzert am 25. April im Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bei „Volksbank.klassisch“. Auf dem Programm stehen Mahler und Strauss.

Wer kennt das nicht? Der Blick zurück und nach vorn macht Mut, mitunter auch Angst – je nachdem, auf welche seelische Verfassung die Botschaften der Welt da draußen bei uns treffen. Auch die Welt von Gustav Mahler und Richard Strauss vermochte, die Menschen zugleich zu faszinieren und verzweifeln zu lassen.

Die Komponisten, deren Werke bei dem „Volksbank.klassisch“-Konzert der Rhein-Ruhr Philharmonie zu hören sein werden, gehören zu jenen, die der dunklen Seite der Realität um 1900 mit ihrer Hektik, Banalität, Kälte und Entwurzelung eine Welt der Phantasie, der Kunst und Musik, des Schönen, Unberührten und Reinen, des Traums und der Sehnsucht entgegenzusetzen suchten. Für Gustav Mahler war sein Schaffen „eine Pforte, die in die andere Welt hineinführt. Die Musik muss immer ein Sehnen enthalten, ein Sehnen über die Dinge dieser Welt hinaus.“ Bei Mahler sind das die schöne, schmerzliche Erinnerung an vergangenes Glück (Blumine-Satz) und der Kontrast zwischen unerfreulicher Wirklichkeit und dem Traum vom himmlischen Leben (4. Symphonie). Richard Strauss „Vier letzte Lieder“ zeugen von Dankbarkeit für ein erfülltes Leben und die gelassene Erwartung des Todes.

„Wir brauchen mehr Welten. Diese wird vergehen.“ (John Updike)

Auf der anderen Seite ihres Weltuntergangs haben diese Menschen aber wieder und wieder neue Welten geschaffen, in denen das Schöne, Wahre und Gute immer wieder seinen Platz hatte und hat. So etwa der Gesang der Sopranistin Myung-Hee Hyun oder das Dirigat des auch in Hattingen immer wieder gefeierten Ingo Ernst Reihl.

Singt Strauss‘ „Vier letzte Lieder“: Sopranistin Myung-Hee Hyun. Foto: privat

Zum Schönen, Wahren, Guten, das „Volksbank.klassisch“ präsentiert, führt der Weg über den Kartenvorverkauf, der jetzt beginnt. Da die Konzerte der Rhein-Ruhr-Philharmonie regelmäßig ausverkauft sind, ist Eile beim Kauf geboten.

Karten gibt es für 15 Euro (erm. 10 Euro) in unseren Filialen.

Informationen zur Solistin

Die in Korea geborene Sopranistin Myung-Hee Hyun absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hanyang Universität in Seoul, später an der Hochschule für Musik in Köln und legte dort ihr Diplom und ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Sie gewann unter anderem Preise beim Internationalen Gesangswettbewerb „Montserrat Caballé“, beim Wettbewerb "Francisco Viñas" in Barcelona, beim Internationalen Gesangswettbewerb Köln sowie den 1. Preis des Bergheimer Sängerpreises.

An verschiedenen Opernhäusern trat sie beispielsweise in Wenzel Müllers „Zauberzither“, in „die kleine Zauberflöte“ (nach Wolfgang Amadeus Mozart), Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und Puccinis „La Bohème“ auf.

Sie ist mit vielen renommierten Orchestern auf den verschiedenen internationalen Bühnen aufgetreten. Sie überzeugte regelmäßig in zahlreichen Oratorien unter anderem in der Kölner Philharmonie und beim Rheingau-Musik-Festival. Sie wirkte in den CD Produktionen von Händels „Josuha“ unter der Leitung von Peter Neumann und bei Mahlers „Auferstehungssymphonie“ als Solistin mit.