Volksbank.klassisch im Zeichen der Romantik

Vorverkauf für das Frühjahrskonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie beginnt am 6. März

Am 22. April ist es wieder soweit: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Volksbank Sprockhövel und die Rhein-Ruhr Philharmonie laden zum Frühjahrskonzert der Reihe "Volksbank.klassisch" ein. Der Abend im LWL-Industriemuseum Henrichshütte steht diesmal ganz im Zeichen der Romantik (Beginn: 20 Uhr, freie Platzwahl).

 

Unter dem Dirigat von Nikolaus Müller ehrt die Rhein-Ruhr Philharmonie den Pianisten, Dirigenten und Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847). Mendelssohn gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der Romantik. "Ihm verdanken wir im Grunde die Professionalisierung des Konzertanten", erläutert Johannes Kunze von der Rhein-Ruhr Philharmonie. "Mendelssohn gründete das erste Konservatorium in Deutschland, führte Orchester- und Chorproben ein und war einer der ersten Dirigenten, die das Ensemble mit einem Taktstock leiteten." Zu Lebzeiten war Mendelssohn ausgesprochen populär, nicht nur in Deutschland, sondern auch im viktorianischen Großbritannien, auch wegen der beiden Stücke, die an diesem Abend zur Aufführung kommen: Die Ouvertüre aus "Die Hebriden" sowie die "Schottische Sinfonie".

Heimspiel für die Rhein-Ruhr Philharmonie. (Foto: LWL / Hudemann)

Mit seinem frühen Tod setzte die Demontage der Person Mendelssohn-Bartholdy ein, in Deutschland von Antisemitismus getrieben, in England von Ressentiments gegen alles Deutsche. Mit dem Spätromantiker Edward Elgar (1857-1934) wurde dort ein neuer, britischer Star-Komponist entdeckt. Seine "Enigma-Variationen" runden das Programm des romantischen Abends ab.

 

Mendelssohn-Bartholdys Werke haben im "melodischen Gedächtnis" auch der Deutschen ihre Spuren hinterlassen. Die Person des Komponisten bleibt hingegen merkwürdig verborgen. "Das liegt sicher auch an der antisemitischen Ausmerzung seiner Reputation durch die Nationalsozialisten", berichtet Robert Laube, Leiter des LWL-Industriemuseums. Der Künstler, der es verdient hätte, in einem Atemzug mit Bach, Beethoven und anderen genannt zu werden, bleibt uns bis heute schemenhaft.

 

Wer dabei sein möchte, sollte sich mit dem Kartenverkauf beeilen, denn Volksbank.klassisch spielt fast immer vor ausverkauftem Haus. Der Vorverkauf beginnt am 6. März. Karten gibt es für 15 Euro (erm. 13 Euro) in allen Filialen der Volksbank Sprockhövel.

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